Bemerkenswert

Was ist mein Beitrag zu dieser Website

Hallo zusammen,

wer auch immer das hier lesen wird, meine Anfänge werden sicherlich etwas stockend sein.

Warum ich diesen Blog beginne, fragt ihr euch. Na ja, mir geht es darum, warum wir manchmal so denken, wie wir denken und wie wir es beeinflussen können. Was unser Denken und Handeln bewegt. Darum eben auch dieser Titel des gesamten Blogs. Den Gedanken freien Lauf lassen. Das ist es vielleicht, der Schlüssel zum Glück. Keine Ahnung, abwarten, was kommt.

Ich habe im Moment viel beim Gesichtsbuch (auch Facebook genannt) gepostet. Es ist viel passiert, was mich dazu bewegt hat, dies zutun. Ich möchte mich den Fragen des Lebens stellen und das Gewissen in manchen Beziehungen und Bedingungen ergründen. Dabei kann es passieren, dass ich den ein oder anderen von euch damit berühre. Abwarten und Tee trinken.

Ich wünsche euch schon mal viel Spaß beim Verfolgen dieser Website. Ihr dürft euch auch gerne mit einbringen.

Schönen Abend euch noch! (Bild von WordPress.com)

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Flickenteppich

Guten Abend ihr Lieben.

Heute mal wieder eine Meldung von mir, weil es mich schon wieder umtreibt. Die freien Tage diese Woche waren voll gepackt mit Veranstaltungen und Hobby und heute bewegte mich doch etwas sehr. Ich lernte Menschen kennen. Nein, anders, ich lernte einen Flickenteppich kennen. Denn jeder von uns ist für sein Gegenüber ein großer Teppich mit einigen Löchern. Und wir werden nie alle dieser Löcher stopfen können mit irgendwelchen Flicken. Diese Flicken zeigen auch auf, dass wir nicht perfekt sind, keiner von uns. Aber auch anders finden wir nicht immer alles heraus, was wir gerne wissen wollen würden. Wenn ich an dieses Theaterstück zurückdenke, welches ich heute miterleben durfte, dann wurde mir eines bewusst. Manche Dinge sollte man einfach nicht unbedingt hinterfragen. Dafür haben wir selbst mit uns genug zutun und auch wir haben Löcher, die wir erst nach und nach verstehen lernen mit der Zeit. Die einen eher, die anderen erst sehr viel später. Dabei kann man die Vergangenheit nicht ändern, aber verstehen lernen. Das Erlebte gehört zu uns, hat uns vielleicht geprägt und uns verändert. Manches hat uns in eine Richtung gelenkt, wo man sich erst später entwickelt und sieht, dass es einem das eigene Ich etwas verwährte.

Fakt ist doch aber, dass du du bist. Mit all deinen Fehlern und Macken. Du sollst dich nicht verstellen. Zeige dich selbst. Jeder, der damit nicht umgehen kann, wird es dir zeigen. Aber das ist okay. Man muss ja nicht jeden leiden können. Das lerne ich auch immer wieder in den Hunderunden. Mein Hund muss nicht jeden leiden können, aber man kann ja in der Gemeinschaft trotzdem ne Runde mitlaufen. Die wahren Freunde zeigen sich dann, wenn sie deine Ecken und Kanten verstehen, sehen, auch mal darauf aufmerksam machen, aber dennoch zu jeder Zeit zu dir halten. Und das ist doch das, was am Ende zählt. Du musst dich nicht verstellen oder anpassen. Zeig, was du denkst. Ich akzeptiere andere Meinungen, kann aber eine völlig entgegengesetzte haben.

Was hier in der Gesellschaft gerade abgeht, ist doch irgendwie ein Kampf jeder gegen jeden. Sei es auf der Straße, sei es in der Politik, sei es im Job. Wo ist die Akzeptanz, aber auch die Diskussionsfreudigkeit abgeblieben. Warum kann es nur noch schwarz oder Weiß geben?

Und ja, ich darf sagen, dass es mir gut geht. Und ich glaube, vielen geht es hier nicht so schlecht. Wenn ich in meinem Job, aber auch im engeren Kreis Menschen sehe oder höre, die mir sagen, dass sie so etwas vermissen oder einfach gern schmerzfrei wären. Dann sind das doch so die wahren engen Bedürfnisse unseres Seins, die wirklich zählen. Diese Grundbedürfnisse, wie sie immer gern genannt werden.

Theater ist Kunst und Kunst lebt von Ideen. Ideen können nur entstehen, wenn Menschen sich mit Themen beschäftigen, die sie selbst berühren. Kunst ist etwas Wundervolles, weil es einfach einfach ist und doch kompliziert. Und so kann jeder in diesen Geschichten etwas anderes verstehen. Und das ist okay so, denn jeder hat eine andere Meinung, eine andere Bildung, eine andere Sichtweise auf die angesprochene Thematik. Das gilt für die gesprochene, die gesungene, die schriftliche und die bildliche Kunst. Es gibt immer eine Intention des Künstlers dahinter. Aber das Gegenüber kann es mit seinen Erfahrungen anders interpretieren. Hoch spannend.

Und so bilden wir einen bunten Flickenteppich ab. Dem einen gefällt dieser, dem anderen vielleicht nicht. Wichtig ist doch, man muss ihn nicht kaufen, aber er hängt halt dort und man kann ihn akzeptieren.

Wir leben in einer Zeit voller Unruhen. Gehen wir doch einfach gemeinsam für ähnliche Ziele auf die Straßen. Ohne politische Meinung, aber für eine Meinung, die eigentlich alle unzufrieden macht. Das Leben ist kein Ponyhof, aber wir sollten auch nicht zu bequem sein, andere allen die Arbeit zu überlassen. Wir Menschen können nur in einer Gemeinschaft stark sein.

Ach, und zur Info, unsere Politik ist auch ein bunter Flickenteppich, weil eben viele verschiedene Meinungen aufeinander treffen. Vielleicht gibt es hier und da ja auch mal Kompromisse.

Ich für mich weiß nun, dass die Löcher und Flicken einfach dazu gehören und es einfach individuell aussehen lassen. So, wie wir eben sind. Und versuchen wir nicht alle Löcher zu stopfen, dass gräbt manchmal einfach zu sehr die Vergangenheit auf, die man nicht ändern kann. Wenn man sie weiß, ist es schön und gut, aber was bringt es uns? Nur etwas Erfahrung. Schaden kann sie nicht. Aber es bleibt auch immer etwas Neugier. Warum bin ich so, wie ich bin? Oder warum bin ich jetzt anders als früher. Ich für mich weiß es und verstehe es. Ändern kann ich die Lebensgeschichte trotzdem nicht. Gut so, denn in allem liegt ein Fünkchen für die Lebenserfahrung. Die Weisheit, mit der wir irgendwann alle von dieser realen Welt verschwinden.

Lassen wir die Kunst weiterleben. So leben auch wir weiter.

Das Leben ist kurz…

Guten Abend ihr Lieben.

Warum verschenken wir Dankbarkeit. Es ist das, was wir Menschen von Herzen geben können. Egal, in welcher Form sie auch immer ankommt. Es ist eine Wertschätzung. Wer ehrlich Danke sagen kann, schätzt sein Gegenüber.

Allein das Wort ist mehr Wert wie alles andere, was dich erreicht. Kannst du deinem ärgsten Feind dieses Wort reichen? Falls nicht, überlege doch mal, woran es liegen könnte.

Wir sollten alle wieder lernen, uns mehr gegenseitig zu schätzen. Egal, wie alt man ist oder woher man kommt oder wie man aussieht. Wir haben alle nur das eine Leben. Schätzen wir es. Denn am Ende schlägt das Karma eh zurück.

Ich danke meinen engsten Freunden für Unterstützung und Hilfe bei allen Dingen, die in den letzten Wochen passiert sind.

Angekommen. In einer neuen Zukunft. Was mich erwartet, weiß ich nicht. Aber es fühlt sich erst einmal richtig und gut an.

Was ich mir wünsche? Ruhe im Kopf, Ruhe im Herzen. Ankommen im Gesamten. Ihr helft mir dabei.

Wo will mein Herz mich leiten? Ich sollte wirklich viel mehr auf das Bauchgefühl hören. Es liegt dem Herzen näher. Und es denkt nicht immer so viel nach wie die Birne da oben. Nein, so möchte ich es nicht sehen… Es muss ein Einklang aller Dinge sein.

Die Sorge um jemanden spiegelt sich wider. Das durfte ich heute kennenlernen bzw. mal wieder sehen.

Was habe ich erreicht? Echt viel. Vieles allein, vieles mit Unterstützung. Darum bin ich dankbar für meine Kraft und die Hilfe anderer. Willensstärke setzt sich immer durch. Man muss nur daran glauben. Es sei vielleicht etwas überdimensioniert gedacht, aber trotzdem nützt es etwas. Gemeinsam kann man mehr erreichen.

Und so kämpft auch manchmal ein Körper mit dem Geist der gleichen Seele, wenn ein Abschied von etwas noch nicht vollendet ist. Im Ableben einiger Menschen habe ich solch Situationen schon mehrfach erleben dürfen. Und es beeindruckt mich immer und immer wieder. Ich könnte einige Geschichten und Gedanken dazu erzählen. Und meine Intuition täuscht mich dabei nie bisher. Vielleicht rede ich es mir auch nur ein, aber es könnte auch eine ganz einfache Erfahrung sein. Ein besonderes Augenmerk, der Blick fürs große Ganze. Für die wirklich wichtigen Dinge. Freundschaft und Liebe zu denen, die einem wirklich wichtig sind im Leben und die uns bereichern.

Denn genau das ist der wahre Reichtum. Dankbarkeit zu erfahren. Manche verstehen es schnell, andere brauchen etwas länger. Aber das ist gar nicht schlimm. Denn am Ende sagen wir alle zum Leben: Danke für diese Erfahrungen

Und so werde ich die Momente finden, beobachten, genießen und festhalten für weitere Erfahrungen und Erlebnisse, die mich bereichern. Reichtum und Dankbarkeit im Sinne von Lebensweisheit.

Danke für euch als Umfeld.

Bis bald!

Freundlichkeit, ein Lächeln und Zeit

Guten Abend ihr Lieben.

Mit diesen drei Worten beschrieb Gregor Gysi gestern beim KOK-Kongress in Berlin das, wie er sich gut versorgt fühlen würde in der Pflege. Wahre Worte, die genau das zeigen sollen, was Menschen wichtig ist in Phasen der Unsicherheit. Egal wo, egal was.

Umso mehr lerne ich für mich, dass es genau das ist, was uns ausmacht in diesem Job. Pflege ist nicht richtig greifbar. Es ist eine Berufung, die nicht viele Menschen ausüben können. Es sind die Momente der Wertschätzung aller. Egal, was mit diesen ist. Ein Aufenthalt in einer Klinik ist immer ein einschneidendes Erlebnis.

Überwältigt vom Feedback der letzten Tage und Wochen zeigen mir, dass ich meine Arbeit richtig mache. Fragen erreichen mich, die für mich bedeuten, dass die Menschen über Faktoren nachdenken und offen sprechen möchten. Wir haben einfach mal eine Schlüsselfunktion. Und mit dem richtigen Gespür aus Erfahrung und Intuition gibt es häufig die richtigen Entscheidungen. Ich bin, und das gebe ich offen zu, kein Theoretiker. Ich brauche die praktische Arbeit und bin da vielleicht etwas einfach gestrickt unterwegs.

Ich ziehe den Hut vor den Menschen, die so Facharbeiten oder Hausarbeiten schreiben können. Das würde bei mir schon an den englischen Studien scheitern. Dennoch denke ich, dass ich professionell arbeite. Zumindest spiegelt mir das Feedback es wider.

Was wir alle lernen müssen, auch ich, ist der Umgang mit der Thematik, die in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu ist. Der Tod. Die Beschäftigung damit, was ist, wenn… Denn man weiß ja nie, was passiert.

Beispiele zeigten mir mal wieder, wie wichtig es ist, Regelungen vorher zu formulieren und festzuhalten, sich aber auch mit den Menschen auszutauschen, denen man vertraut und die objektiv handeln würden in meinem Interesse. Eine gewissenhafte Auswahl zu treffen. Darüber nachzudenken allein ist eine riesige Hürde.

Und dann hofft man auf die Vernunft des Umfelds, das der Wille nicht missbraucht wird.

Wir leben nur einmal, also nutzen wir die Chance des Austausches. Offen zu Themen, die tabu sind, aber nicht sein müssen.

Die letzten Tage waren ereignisreich. Sie überfluten mit wertvollen Informationen und überwältigen mich mit unerwarteten Wertschätzungen. Und so klingt der Abend aus im Austausch genau dieser Themen.

Einfach danke!

Wenn die Fassade bröckelt

Wenn du das Gefühl hast, es verändert sich gerade massiv etwas, kannst aber noch nicht deuten, was es ist…

Vielleicht ist es der bevorstehende Umzug? Nein, es ist viel viel größer und ich muss erst einmal lernen, damit umgehen zu können.

Ich bin gerade im Umbruch mit allem. Auch etwas überfordert…

Unruhig, nicht nur durch die miserable Wärme, unruhig auch wegen dem Ungewissen, was mich erwartet. Aber wir sollen ja keine Erwartungshaltung haben. Also lasse ich mich überraschen?

Ich bin unsicher, weil gerade irgendwie Druck von allen Seiten kommt, einschließlich von mir selbst.

Es passiert gerade so viel…..

Die Wohnung voll gestellt mit Kisten und noch immer ist nicht alles verpackt. Nicht einmal mehr vier Wochen. Und ich habe das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Und doch habe ich scheinbar alles im Griff. Nur Chaos im Kopf. Überforderung mit all dem, was gerade einprasselt.

Woran ich meine Unruhe erkenne. Mein Hund ist mein Spiegel. Auch sie wird aktuell immer unruhiger. Sicher auch der Wärme geschuldet, aber sie merkt eben auch, dass etwas passiert. Sie ist ein Unruhegeist geworden, hat vermehrt gerade mehr Magenverstimmungen. Ein Spiegel meiner selbst.

Das Leben, es ist gerade noch einmal massiv im Umbruch in allen Lagen. Ein ganz komisches, ungewohntes Gefühl.

Trotzdem denke ich, dass ich dem gewachsen bin. Und irgendwann kommt Ruhe hinein und das Verstehen dessen, was da gerade noch einmal vor sich geht. Alles zu seiner Zeit. Aber das aus dieser Sicht zu sehen, wahrzunehmen, ist schon viel wert.

Es folgen Wochen der Organisation und am Ende weiß ich, dass ich für mich die richtigen Entscheidungen treffen werde. Auch wenn ich aktuell etwas zweifle. Es überfordert mich gerade nur etwas.

Die Fassade lässt nach und zeigt, wie sensibel man doch wirklich ist. Man schafft eben nicht alles allein.

Etwas kopflos passt wohl.

Gute Nacht.

Wohlfühlen

Guten Abend ihr Lieben.

Nach längerer Pause gibt es mal wieder eine kleine Meldung, weil mich manches Gegenüber dazu bewegt, etwas zu schreiben. Und ich weiß damit auch, dass ich nicht bei allen dafür Verständnis bekomme, weil sie es (noch) nicht verstehen.

Das Leben ist ein Prozess des Lernens. Lernen bedeutet auch, Dinge zu akzeptieren, die man manchmal nicht ändern kann. Was wir nicht ändern können? die Vergangenheit

Hier ist wirklich die Ebene der Akzeptanz irgendwann notwendig, damit man für sich auch einen „Schlussstrich“ ziehen kann. Die Vergangenheit belastet uns, uns alle, irgendwie. Oft zeigt es sich körperlich und nicht unbedingt im direkten Wege zu irgendwelchen Verbindungen. Und doch bestehen sie: ideo-motorisch. Oder so ähnlich…

Es gilt eben genau dieser Spruch: Lass endlich los und lebe.

Es klingt so einfach, aber dahinter steckt ganz viel Arbeit. Belastende Arbeit, die aber vielleicht irgendwann ihr Benefit trägt. Wir stecken alle in irgendeiner Abhängigkeit, oft geprägt in der Zeit, wo nur noch wenig Erinnerungen bestehen. Warum bestehen dahingehend so wenig Erinnerungen? Eine Art Schutzfunktion unseres Hinterstübchens.

Und ja, auch bei mir ist es am Ende so. Und ich weiß schon vieles und kenne Verbindungen. Warum beispielsweise bin ich nicht in der Lage, mich auf eine Beziehung einzulassen bzw. jemanden zu finden… Ist es Angst? Ist es fehlende Kompromissbereitschaft? Ist es fehlende Erfahrung?

Schuld hat am Ende niemand, denn wir Menschen lernen. Wir lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft und begreifen erst später, was wirklich Phase ist. Es sind Zusammenhänge, die erst mit gewisser Reife verstanden werden und wir in diesen Lebensmomenten sind, wo wir begreifen, aber auch Dinge genießen können, die für uns an Bedeutung gewinnen.

Wir sehen das Leben anders, wenn wir merken, wo sich unsere Grenzen befinden. Grenzen entstehen aber in unserem Kopf. Ethische Linien, Prägung, Empfinden; alles gesteuert oben in dieser Schaltzentrale, die einfach manchmal ausgestellt werden sollte.

Mal Durchatmen, mal an nichts denken, einfach abschalten und diesen Moment genießen, was gerade um einen herum passiert. Mehr Feeling aus dem Bauch heraus. Das Herz sprechen lassen. Es klingt so einfach, aber es ist ein langer Lernprozess, der von der heutigen Gesellschaft tatsächlich noch schwieriger handzuhaben ist. Denn die Negativ-Schlagzeilen von überall her, machen es nicht besser.

Den Moment wahrnehmen: ich sehe den beleuchteten Industrieturm von Romonta, die blinkenden Windräder Richtung Süden und sitze entspannt auf meinem Fleetz-Stuhl, eingemummelt in einer Decke. Ava schläft in ihrem Kissen bereits, es läuft entspannte Musik in meinen Ohren und schreibe meine Zeilen, die mir wichtig sind, sie zu schreiben. Genau das ist ein Moment. Egal, was passiert, es ist hier gerade echt schön.

Mir ist egal, was andere denken, nicht immer, aber immer öfter. Jeder hat sein eigenes Leben, sein eigenen schweren Rucksack zu tragen, mit dem man umgehen lernen muss. Ich weiß allmählich besser, wie es funktioniert. Und am Ende kann unser Gehirn doch immer wieder an den so genannten Placebo-Effekt wahrnehmen. Glaube versetzt eben doch Berge. Egal, woran man auch glaubt. Ideo-motorische Steuerung. Körper, Geist und Seele eben im gesamten betrachten. Kaum zu glauben, aber wahr!

In diesem Sinne genießt den Augenblick, der euch umgibt und nicht das, was ihr hier lest. Oder glaubt ihr daran? Vielleicht wäre es eine Idee. Ideologie + Motorik

Klingt jetzt nach einer ganz komischen Frage jetzt: Warum funktioniert das Herz ohne Gehirn, aber das Gehirn nicht ohne Herz?

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und einen schönen Sonntag.

Bis bald!

Wenn die Nacht zum Tag wird

Guten Abend oder guten Morgen?

Haltet es, wie ihr wollt. Für mich ist es ja eh als Schichtarbeiter egal, ob Tag oder Nacht. Nur heute ist es nicht die Schicht, sondern die Temperatur und eine fette Sommererkältung, die etwas zehrte an den Kräften. Dafür jetzt ganz gut drauf und entspannt, aber nicht müde.

Ja, so mitten im Sommerbeginn eine Erkältung. Das war wohl die kleine große Notbremse meines Körpers für die ganzen letzten Wochen. Im Urlaub selbst war ja auch keine komplette Erholung drin. Dann ist das Immunsystem irgendwann im Keller und holt sich seine Pause eben so.

So ist es meine Interpretation, denn noch immer und heute mal wieder deutlicher, sehe ich die drei Säulen unseres Daseins im Einklang. Vielleicht ist es auch Einbildung, aber es ist Bildung oder gar einfach ein Glaube an etwas.

Ich sitze hier auf meinem Fleetz-Stuhl, eingemummelt in meiner Kuscheldecke, Ava schlummert in der Kühle der Balkonluft neben mir und ich genieße noch eine Tasse Tee bei fast klarem Abendhimmel. Zumindest sind Sterne zu sehen, aber mit einem leichten Schleier.

Das Leben wieder bewusster wahrnehmen, den Stress herausnehmen, dieses Hin- und Hergehetze, wobei es das wohl nur im Inneren besteht. Nach Außen wirke ich entspannt. Es beschäftigt mich nach wie vor etwas. Aber ja, ich bin dem auf den Grund.

Die Ruhe diese Woche tut gut. Auch wenn der „Rotz“ echt alles gegeben hat und ich hasse ihn dafür. Aber der Rotz musste halt mal raus. Dem Schleim konnte ich nur nicht auf der Spur folgen. Was für ein Bildnis. Heute in dieser Nacht übertreffe ich wohl alles. 🙂

Nein, im Ernst. Ich bin bereit für einen neuen Lebensabschnitt und ich möchte nicht behaupten, dass ich vor irgendetwas weg laufe. Das tue ich schon lange nicht mehr, aber das gewisse Etwas, was mich noch beschäftigt, ist noch nicht so greifbar bzw. würde ich es gern einfach loslassen, kann es aber nicht konkret benennen. Ich würde es gern verstehen lernen, um dann adieu sagen zu können.

Unser Gehirn ist toll, es ist manipulierbar aus eigener Kraft. Man muss nur wissen, wie und es dosiert anwenden. Dann ist das Feeling echt cool und man sieht so einiges gelassener. Ein wunderbares Gefühl. Mit Leichtigkeit durchs Leben.

In diesem Sinne kommt gut durch die heißen Sommertage! Und viel Trinken!!!

Bis bald.

Zelte abbrechen

Guten Abend ihr Lieben.

Es war gestern Abend besiegelt. Etappe 3 und 4 werden definitiv nicht mehr gemacht durch den Verlust vom Spezialhundefutter. Es war aber nicht der einzige Grund. Die Grenzen zeigten sich eben und da uns Cassandra schon verlassen musste, wollten wir nicht noch mehr verlieren. Meine Idee gestern Abend war dann einfach, die Talsperre Heyda zu umrunden. Die Frage nach Anstiegen kam auf, aber ich konnte alle beruhigen. Das ist nichts im Vergleich zu dem, was wir zuvor gemacht hatten die Tage.

So ging es mit dieser Idee ins Bett. Es sollte eine frische Nacht werden und war es auch. Die Tage zeigten mir, wie wichtig Wärme, eine gute Position und vor allem Ruhe für einen erholsamen Schlaf sind: enorm!!! Frieren ist blöd, von lauten Geräuschen wach werden ebenso und wenn man immer wieder sich hochrutschen muss, weil das Zelt eine kleine Neigung hat, ist das auch nicht passabel.

Der Körper, aber auch der Kopf brauchen Erholung. Und das lernt man bei solch einem Abenteuer zu schätzen. Aber eben auch die gegenseitige Unterstützung. Zudem merkt man mal wieder, was man so hat an Hab und Gut. Wenn man einfach mal mit 12-20kg loszieht und auch so gut zurande kommt.

Heute Vormittag nach einer kalten Nacht ging es erst gegen 8 Uhr aus dem Zelt. Danach frisch machen, frühstücken in Ruhe und abbauen. Ava und Laura waren ganz gut drauf. Trotzdem schon fertig. Selbst Ava kam in der Nacht angekuschelt und ich habe sie mit meiner Weste etwas zugedeckt. Lena war mit ihrem Auto durch den gestrigen Abbruch schon am Zeltplatz und so konnten Caro und ich mit Gepäck schon einmal zu unseren Autos gebracht werden. Caro holte dann Stefan und das restliche Gepäck ab und wir trafen uns am Stausee in Heyda ca. 14 Uhr. Es war eine schöne gemeinsame gemütliche Runde ohne Gepäck bis auf ein Rucksack mit Getränken und Snacks. Die Hunde konnten sich im See abkühlen, denn die Sonne hatte schon wieder gute Power. Das hat mein Gesicht am Abend dann auch gemerkt.

Nach dieser schönen Runde, einer Umrundung, fuhren wir alle nach Hause. Alle sind sicher und gut angekommen und Ava ist nach ihrem Abendessen direkt auf den Balkon gefallen. Die Grenzen der Hunde haben wir wohl völlig übererreicht. Aber trotzdem ist es bewundernswert, wie sie mitziehen, obwohl sie fertig sind. Das zeigte mir wieder einmal mehr, dass wir für unsere Hunde die Grenzen setzen müssen. Wir haben gut gekämpft, nicht alles geschafft, aber auch nicht verloren. Wir sind an Erfahrungen gewachsen und ich gebe zu, ich hätte so richtig Lust, die Umrundung irgendwann noch mal schaffen zu wollen. Vielleicht mit einer leicht geänderten Planung, aber gern mit Sack und Pack. Es macht Lust auf mehr.

Ich möchte dem Organisator Stefan danken, auch wenn ihm die Enttäuschung an Ende auch etwas ins Gesicht geschrieben war. Danke auch an Caro für ihre Hilfe an dem Abgrund und beim ersten Zeltaufbau mit Bodenkampf. Cassandra danke ich fürs Kennenlernen, denn bisher hatten wir nur mal eine gemeinsame Runde. Lena, die jüngste im Team, danke ich für den Fahrdienst und bin stolz, dass auch sie das so gut mitgezogen hat. Wir alle dürfen uns auf die Schultern klopfen für diese besondere Leistung. Denn das war sie auf jeden Fall. Und eines muss man lassen: bis auf einen kleinen materiellen Verlust sind alle gesund wieder zurück gekehrt. Körperlich und mental etwas durch, aber keine Verletzungen. Grenzen neu erreicht und Muskelmiez, aber immer wieder die Kraft zum Aufstehen und Weiterlaufen.

Und so freue ich mich nun nach einer Dusche auf mein warmes, weiches Bett und kann das Fenster schließen, wenn es Lärm draußen gibt oder es zu kalt wird. Ava wird eine Woche fast vollständig geschont. Sie soll die Erholung bekommen, die sie benötigt.

Ich wünsche euch allen einen schönen Samstagabend. Genießt das Leben, aber testet auch mal eure Grenzen, um vielleicht feststellen zu können, dass manches doch nicht so schwer ist. Gemeinsam geht es manchmal auch viel besser.

Bis bald. Gute Nacht.

Hinweis: lachende 80 Höhenmeter auf dieser Runde

Grenzen finden und entdecken

Guten Abend ihr Lieben.

Die Nacht war unruhig und laut, trotzdem wenigstens etwas erholsam. Nachts belästigten uns tatsächlich ein „bellendes“ Reh und Nilgänse. Gerade früh war es echt nervig. Ja, heute war Tag 2 zu unserer Entdeckungstour. Es sollte geplant eigentlich 9 Uhr los gehen, aber der Trödeltrupp von uns 5 Personen ging dann erst verspätet los, weil die erste Tour noch etwas schlaucht. Die Hunde waren voll b(e)reit und los ging die zweite Etappe etwa gegen 10.

Das erste Stück war noch recht eben und dann kam wieder unser erster Anstieg. Der hatte es mal wieder in sich. Auf ca. 1,2km 150 Höhenmeter. Zwischenzeitlich war es, zumindest so angezeigt, eine Steigung von 20%. Das zu laufen mit Gepäck ist schon eine Anstrengung. Oben hatten wir trotzdem eine schöne Gegend und wir erreichten eine kleine Ortschaft nahe des Wichtelweges. Spannend, keine Leute, aber ein paar Kühe grüßte uns des Weges dort.

Und wo es hoch geht, geht es auch wieder runter zu einem Campingplatz, der aber keine Hunde während der Hauptsaison nimmt. Das war aber eh nicht eingeplant und es ging auf einer Ebene weiter. Nun aber wurde es spannend. Wir wollten gerne den kommenden zweiten Aufstieg vermeiden und den Weg geradeaus laufen. Das ging auch zu Beginn noch, aber der Weg wurde immer schmaler und unwegsamer und dann kam ein Ereignis, was bereits leichte Unsicherheit verbreitete. Unser Wägelchen mit gewissen Sachen ist umgekippt und es fielen Dinge den Abhang hinunter. Zwei Flaschen Wasser und eine Tagesratiom Trockenfutter von Laura und die Schutzhülle unseres Wagens fielen in die Saale. Wer es in Halle sehen sollte, gern mal einsammeln. Andere Dinge konnten wir noch retten. Zuvor haben wir noch eine kleine Schlucht bewältigt, die auch schon heftig war und zum Teil wirklich an Grenzen ging. Aber gemeinsam sind wir stark. Die Hunde waren, wie wir, auf diesem Teilstück sehr gestresst und auch schon völlig fertig. Wir beschlossen nach einer weiteren Baum Blockade umzudrehen und wieder ging es durch die Schlucht bis zur Kreuzung vom zweiten Aufstieg. Cassandra, Lena und Sheldon gingen zurück bis zum Campingplatz und Caro, Laura, Stefan, Ava und ich zogen durch. Auch hier noch einmal auf einem Teilstück bis zu 21% Steigung. Aber am Ende war es doch echt schnell geschafft. Ava brauchte trotzdem mehrere kleine Ruhepausen zwischendurch und ich dachte, sie schafft es kaum. Aber wir kämpften uns hoch. Oben angekommen standen dann an den Schildern nur noch 3,5km bis zum geplanten Campingplatz. Das ging auch gut zu laufen. Zwischendurch war es mal etwas still. Vielleicht etwas Enttäuschung, dass nicht die komplette Gruppe mehr vollständig ist oder wir tatsächlich abbrechen müssen, weil Grenzen erreicht sind. Es fehlte Spezialfutter für Laura, Sheldon war durch, sodass Cassandra entschieden hatte, hier schon abzubrechen zu Gunsten des Hundes. So kamen wir am Zeltplatz fast gleichzeitig mit Cassandras Partner an und checkten ein. Er holte Lena, Cassandra und Sheldon am anderen Campingplatz ab und fuhr Lena zum Auto.

Ja, manchmal müssen wir Flachlanddullies einfach feststellen, dass manches doch Grenzen hat. So gab es noch einen gemütlichen spaßigen Abend mit Pommes und Thüringer Roster. Das haben wir uns verdient. Laura und Ava sind sowas von tot und ich staune, dass die Aufmerksamkeit trotz dessen bis zum Schluss anhielt.

Die Zelte standen heute auch schnell, der Boden war deutlich besser.

Eine Erkenntnis, die zwar etwas enttäuschend war heute, aber am Ende man trotzdem eine Lösung findet. Es gibt morgen noch eine kleine Überraschungsrunde, nachdem wir die restlichen Autos geholt haben. Die stehen übrigens noch an unserem abgestellten Ort.

Das Leben läuft nicht immer nach Plan, so eben auch nicht die Routen. Habt alle einen schönen Abend und freut euch auf bald ein paar Eindrücke noch.

Bis bald!

Das Abenteuer geht los

Guten Abend ihr Lieben.

Heute Morgen war der Startschuss für ein Abenteuer ins Ungewisse. Grenzen kennenlernen, sich selbst kennenlernen und Zelten mit Hund.

Was ist geplant gewesen: Die Umrundung des Hohenwarte-Stausees. Eine Herausforderung für 4 geplante Tage mit drei Übernachtungen im Zelt auf Campingplätzen mit 5 Personen und drei Hunden. Caro mit Laura, Cassandra mit Sheldon, Stefan und Lena und natürlich Ava und ich.

Zeitig ging es los, um pünktlich 8 Uhr am Startort zu sein in Steinsdorf. Der Startort allerdings entpuppte sich als keine gute Parkmöglichkeit. So fuhren wir etwas weiter in Richtung Löhma und starteten etwa 8:30 Uhr. Mit Gepäck von 12-20kg und einem kleinen Handwagen mit ähnlichem Gewicht noch einmal verpackt ging es auf Tour.

Spannend war es gleich ziemlich am Anfang innerhalb der ersten Stunde. Wir verfolgten erst einmal das Ziel zum Pumpspeicherwerk Hohenwarte. Dort angekommen führte uns unser Weg schon etwas spannend durchs Brombeer-Gebüsch weiter nach oben. Da hatten wir noch Spaß. Über einen Weg wieder hinunter in die Ortschaft Hohenwarte waren die Höhenmeter anstrengend, da durch Waldarbeiten auch der Weg komplett zerfahren war. Dort gab es irgendwo mittendrin die erste kurze Pause. In Hohenwarte hatten wir nicht viel Zivilisationskontakt und es ging wieder bergauf zum nächsten Aufstieg, der sich dann auch etwas zog. Zuvor nahm die Lena schon eine Abkürzung zum Campingplatz. So blieb die Herausforderung dennoch. Der Aufstieg zog sich sehr und man merkte schon, dass da die Trainingsgrenze ist für uns Flachlanddullies mit Gepäck. Denn was oben ist, muss ja auch wieder hinunter. Also wieder bergab. Das war insgesamt noch zwei Mal der Fall und wir sind dezent von der eigentlichen Strecke abgewichen. Was aber nicht schlimm war. Als wir den See erreichten, erwischten uns zwei kurze heftige Regenhuschen. Ansonsten hielt sich das Wetter gut. Die letzten drei Kilometer zogen sich wie Kaugummi und die Hunde hatten auch das Gehirn ausgeschaltet.

17:30 Uhr war dann die etwaige Ankunft in Saalthal/Alter und es begann die nächste Challenge. Zeltaufbau. Da hab ich tatsächlich mal wieder gemerkt, dass ich keine Geduld habe für den Aufbau von irgendetwas. Det muss eben schnell stehen und erledigt sein. Aber wir wären ja kein Team, wenn man sich nicht zu helfen weiß. Trotzdem wäre wir alle fertig. Ich war froh, als ich alles im Zelt hatte und stellte fest, dass die Isomatte defekt war. Durch Caro erhielt ich aber einen Tipp, wie ich dennoch Luft in diese bekomme.

Fertsch mit der Welt ging es nur noch mal schnell warm duschen und dann ab ins gebaute Nest. Und nun liegen Ava und ich in der Koje und ich hoffe, dass ich erholsam schlafen kann für die nächste Etappe von 14-16km. Es bleibt spannend.

Somit wünsche ich allen eine gute Nacht!

Bis morgen!

Reine Laufzeit angezeigt

Wenn Veränderung wirkt

Guten Abend ihr Lieben.

Ein kleiner feiner Neuanfang bahnt sich an in diesem Jahr. Warum? Ich verlasse diese aktuelle wunderbare Ortschaft und wage eine Veränderung für die Lebenszeit. Was wie eigentlich ein kleiner Schritt aussieht, bedeutet für mich im Kopf ganz ganz viel. Und das wirkt gerade ziemlich krass nach.

Man macht es eben nicht einfach so. Es hat alles irgendwie einen tieferen Sinn, ein Stück Lebensgeschichte eines Ortes hinter sich zu lassen. Wenn es einem dann bewusst wird, ist es auf der einen Seite echt hart. Andererseits ist es aber genau der richtige Weg, den ich gehen werde.

Freunde werden es verstehen, wovon die Rede ist. Andere können es vielleicht nicht nachvollziehen. Manche sind enttäuscht, wiederum freuen sich einige. Aber es ist mein Weg, meine Entscheidung, mein Leben.

Nach 10 Jahren heißt es Tschüß Langenbogen. Ein Ort mit vielen neuen Bekanntschaften, freundlichem Grüßen und einfach einer herrlichen Aussicht. Einen Sternenhimmel, den ich vielleicht missen werde so nach einer Spätschicht bei einer Tasse Tee auf dem Balkon.

Es ist Wahnsinn, wenn einem so bewusst wird, was die Veränderung wirklich bedeutet. Und das ist ein guter Schritt. Es beginnt einfach mal ein neuer Abschnitt mit neuen spannenden Facetten. Schauen wir einfach, was die Zeit bringt. Bis dahin wird hier noch ein wenig von dieser verbracht.

Danke an diejenigen, die da sind und es verstehen.