Bemerkenswert

Was ist mein Beitrag zu dieser Website

Hallo zusammen,

wer auch immer das hier lesen wird, meine Anfänge werden sicherlich etwas stockend sein.

Warum ich diesen Blog beginne, fragt ihr euch. Na ja, mir geht es darum, warum wir manchmal so denken, wie wir denken und wie wir es beeinflussen können. Was unser Denken und Handeln bewegt. Darum eben auch dieser Titel des gesamten Blogs. Den Gedanken freien Lauf lassen. Das ist es vielleicht, der Schlüssel zum Glück. Keine Ahnung, abwarten, was kommt.

Ich habe im Moment viel beim Gesichtsbuch (auch Facebook genannt) gepostet. Es ist viel passiert, was mich dazu bewegt hat, dies zutun. Ich möchte mich den Fragen des Lebens stellen und das Gewissen in manchen Beziehungen und Bedingungen ergründen. Dabei kann es passieren, dass ich den ein oder anderen von euch damit berühre. Abwarten und Tee trinken.

Ich wünsche euch schon mal viel Spaß beim Verfolgen dieser Website. Ihr dürft euch auch gerne mit einbringen.

Schönen Abend euch noch! (Bild von WordPress.com)

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Heimkehr

Guten Abend ihr Lieben.

Heute schreibe ich mal zu einer humanen Zeit, denn nun bin ich wieder in meinen eigenen vier Wänden angekommen. Vier Stunden Autofahrt liegen hinter mir, hinwärts habe ich 6,5 Stunden gebraucht.

Es war wieder einmal ein Urlaub mit vielen Eindrücken und Erlebnissen, wenn auch nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Aber Pläne sind ja auch dafür da, um geändert zu werden. Aber ich wollte aufgrund meines Infekts nichts riskieren. Gern hätte ich eine Schneewanderung mitgemacht.

Die Ankunft in Hamburg war sehr zeitig. Das habe ich auch gut verschlafen. Das letzte Frühstück mit den Mädels zusammen auf dieser Reise und dann verabschiedete sich Silke bereits. Ich war dann noch ein paar Momente länger vor Ort, bin aber als nächstes abgezwitschert. Zwischendurch musste ich im Terminal noch meine zwei Kerzen wieder abholen und dann den Koffer suchen.

Der Weg zum Bus war gut zu finden und der brachte uns zum Parkplatz, wo das Auto stand. Und dann ging es los, tiefenentspannte Fahrt mit gutem Verkehr. Aber es lag ja auch kein Schnee mehr, außer vielleicht dort noch, wo Schatten war. Aber was erwarte ich bei 5°C?

Die Realität ist das, was ich wahrnehme. Jeder hat aber eine andere Wahrnehmung, also bedeutet das doch, dass jeder einzelne eine andere Realität hat.

Es gibt gerade einen Punkt, an dem ich etwas ändern möchte, weiß aber noch nicht, wie ich direkt da heran komme. Jetzt könnte ich einen kleinen Denkanstoß gebrauchen. Ich weiß genau, wohin ich möchte… Ich brauche aber noch den Wink mit dem Zaunpfahl. Also so, dass mir jemand das Brett vorm Kopf entfernt und damit herumwinkt und die Richtung in etwa zeigt. Solch Anstoß kann eine offene Frage sein zu einem Thema vielleicht.

Alles in allem war es eine erholsame Urlaubswoche mit viel Freigeist, vielen Informationen, viel Spaß und Humor und auch bewegenden Momenten, die einfach unbeschreiblich sind, weil man es erlebt haben muss. Schön, dass ich diese Möglichkeiten nutzen kann.

Morgen zieht meine verrückte Else wieder ein und ich freue mich sehr darauf. Sie ist eben, wie sie ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen angenehmen Samstagabend!

Willkommen zurück in Deutschland

Guten Abend ihr Lieben.

So, seit wohl ca. 16/17 Uhr rum habe ich wieder deutsches Netz am Handy, aber immer noch recht schwankend. Der letzte Urlaubstag auf der AIDA ist nun so gut wie beendet. Eine Woche und schnips… weg war sie.

Der Seetag begann mit einem ruhigen Start und etwas Seegang. Aber recht harmlos für das, was ich so schon erlebt habe. Frühstück fiel heute mal aus, dafür ging es dann 10:30 Uhr zur Nautischen Stunde, wo der Kapitän und der 1. Offizier ein bisschen was erzählten. Zweiteres hat die erste halbe Stunde mit super interessanten Infos aus dem Bereich der Technik erzählt und dem Kapitän durften dann Fragen gestellt werden. Es war auf jeden Fall sehr lehrreich.

Im Anschluss gingen Doris und ich ins Casino und zockten mal für 10€ bzw. 20€ eine Runde. Na ja, was soll ich sagen, die wissen schon, wie sie es dort so handhaben. Trotzdem hat es mal etwas Spaß gemacht.

Weiter ging es 13 Uhr mit einem bestellten Tisch im Restaurant Ocean’s. Was es da gab? Wohl am ehesten Fisch-Spezialitäten im 4-Gang-Menü. Genuss auf doch echt guter Ebene in diesen Spezialitäten-Restaurants. Das lohnt sich wirklich.

Nachdem wir noch an der Eisbar vorbeischlichen und uns ein Eis in der Waffel geholt hatten, hatten wir fürs bevorstehende Bingo heute gute Plätze gesichert mit einem Tisch. Ich blieb da bis kurz vor Beginn der Veranstaltung, weil ich noch die Scheine holen musste. Am Ende auch wieder nichts gewonnen, aber nicht schlimm. Der Jackpot wurde auch dieses Mal wieder nicht geknackt, sondern nur der Tagespreis, der sich auch sehen lassen konnte mit 4300€. Ich musste direkt danach noch ein schönes Bild draußen machen, weil die Sonne gerade verschwand. Nicht nur ich hatte diese Idee. 🙂

Die Wellen heute betrugen laut Kapitän zwischen 3,50m und 4m Höhe. So schlimm sieht das von oben gar nicht aus. Nach Bingo und Foto ging ich mal für ein halbes Stündchen in meine Kabine und auf dem Balkon zum Durchatmen. So eine Pause brauche ich dann doch ab und an mal.

Doris hatte zuvor gute Plätze gesichert für die AIDA-Show. Wenigstens eine wollten wir uns mal von der Nähe anschauen. Und sie war wundervoll. Das lässt alles andere um sich herum vergessen.

Und dann stürmten viele los zum Abendessen, auch wir drei. Ein letztes Mal Buffet-Restaurant zum Abend. Uns kann es schon ganz schön gut gehen auf solch einer Reise mit einem schwimmenden Hotel.

Nun bin ich etwas zeitiger auf der Kabine, habe meinen Koffer fertig gepackt, nur die wichtigsten Dinge sind noch draußen. Der Koffer steht vor der Tür, sodass ich ihn nicht selbst schleppen muss bis nach draußen in den Terminal. Dieser wird nämlich ab 2 Uhr in der Nacht gesammelt abgeholt. Hamburg erreichen wir wohl so gegen 5 Uhr. Also nicht mehr lang hin.

Darum verkrümel ich mich nun ins Bett und schlafe mal. Euch wünsche ich einen erholsamen Abend und einen schönen Start ins Wochenende!

Bis bald!

Die Nautische Stunde
Im Anschluss noch Fotoshooting
Kurz nach dem Sonnenuntergang
Im Dunklen richtig schön
Die Abendshow
Zum Abschluss mal wieder eine toll dekorierte Torte
Auch der Tisch sieht klasse aus

Ein Spaziergang im (Schnee-) Regen

Guten Abend ihr Lieben.

Ups, es ist schon wieder Freitag. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Aber auch in Ordnung. Man hat keine Zeit im Nacken. Der ist im Übrigen jetzt wesentlich weicher geworden, auch wenn es Momente gab, dass ich kurz hätte aufstehen müssen.

Aber von Tagesbeginn an erst einmal. 8 Uhr haben wir pünktlich angelegt im letzten Hafen der Reise, in Kristiansand. Ich war schon kurz zuvor munter geworden und hatte mich dann auch zeitnah fertig gemacht. 10 Uhr war Frühstückszeit angesagt. Wir verabredeten uns im Anschluss für 12 Uhr für einen Spaziergang, aber stellten fest, dass es heftig regnete. Also verschob sich das Ganze um eine Stunde nach hinten. 13 Uhr war es dann Schneeregen von oben. Das war in Ordnung. Los ging es über die kleinen Hafenhäuser Richtung Zentrum. Auf den Weg dorthin verloren wir Silke bereits, die bei dem Wetter wahrlich keine Lust mehr hatte. Doris und ich zogen weiter mit Auftrag. Der Auftrag war erledigt und wir schauten uns noch ein wenig die Straßen und Gassen an. An einer Ecke hat erst, vor einigen Tagen vermutlich, ein Haus gebrannt. Unten war ein Obst und Gemüse Geschäft drin und obendrein vermutlich Wohnhäuser. Beeindruckend für mich war aber, dass es so gar keine Brandspuren am Haus nebenan war, obwohl kein Spalt dazwischen bestand und das Dach ja sehr in Mitleidenschaft gezogen war. Keine Ahnung, wie das funktioniert hatte.

In der nächsten Straße gab es dann zum Teil den typischen Baustil aus Norwegen mit den Holzhäusern. Das hat schon eine tolle Ansicht. Vorbei kamen wir auch an der Kirche und am Rathaus der Stadt. Die Wege waren zum Teil vermutlich mit Fußbodenheizung, vor allem in der Fußgängerzone. Alle anderen Wege für Fußgänger waren nicht beräumt und nur Split darüber gestreut. Dadurch gab es beim Laufen immer mal eine Rutsch Partie.

Am Ende waren wir etwa 2 1/2 Stunden unterwegs. Dafür war die Strecke für meine Verhältnisse wenig. Aber gut, bei den Wegverhältnissen auch kein Wunder. Leicht durchnässt hieß es dann aufwärmen auf der Kabine. Meine Jacke war zumindest gut durch und hängt jetzt im Bad.

Etwas ausgeruht kam später dann Doris zu mir in die Kabine zum Schauen des Ablegens. Punkt 18 Uhr fielen die Leinen ins Wasser und es ging seitlich hinaus aus dem Hafen. Dieses Feeling, wenn das Horn des Schiffes erklingt und die Melodie, ich liebe es immer und immer wieder.

19 Uhr ging es dann zur letzten Massage dieser Tour. Heute war Oli wieder dran. Der versteht sein Handwerk und wir mussten beide feststellen, dass die rechte Seite insgesamt deutlich verspannter ist als links. Vielleicht sollte ich einfach immer mal eine Physiotherapie aufsuchen für manuelle Therapie, zur Not halt auf Selbstzahler-Basis.

Jedenfalls bin ich wirklich in einem entspannteren Modus nun angelangt.

Zum Abendessen hatte wir drei Glück gehabt, dass wir beim Italiener Casa Nova noch einen Tisch erhalten haben. So gab es Spitzenküche im 4-Gang-Menü der Wahl.

Später saßen wir noch ein wenig an der Stamm-Bar und verkrümelten uns dann auch bald ins Neste.

Morgen gibt es noch einmal einen Seetag, bedeutet Beschäftigung auf dem Schiff, aber auch gemütliches Ausschlafen.

Somit sage ich für die heutige Stunde gute Nacht und bis später!

Guten Morgen in Kristiansand
Hafenhäuser
Der typische Holzbau
Unverkennbar 🙂
Das Rathaus
Ein interessantes Hafengebäude mit Kunst davorstehend.
Abfahrt, Hamburg voraus
Der letzte Abendblick aus dem Balkon für heute. Wind und Wellen kommen uns entgegen und man merkt heute tatsächlich mal Schwankungen.

Norwegen – ein schuldenfreies Land

Guten Abend ihr Lieben.

Tag Zwei endet nun in Oslo und ich habe wieder so viele Infos mit eingepackt. Aber nicht nur das, auch Souvenirs, einen Teil musste ich aber erst einmal abgeben bis Samstag. Kerzen dürfen halt nicht mit an Bord wegen offenem Feuer und so. Da gehen sie tatsächlich auf Nummer sicher, was auch vollkommen in Ordnung ist. Abholen kann ich sie mir Samstag, bevor ich das Schiff dann verlasse.

Also nach zwei Tagen Oslo kann ich behaupten, dass es doch eine recht schöne Stadt ist. Die Nacht über hatte es noch einmal etwas geschneit, sodass noch einmal etwas mehr Schnee lag. Ich habe mich fertig gemacht und war dann schon mal als erste beim Frühstück. Die Mädels kamen nach und nach dazu. Aber ich hatte ja noch meinen Ausflug. So musste ich mal etwas eher los.

Bevor ich hinaus ging, meldete ich noch schnell mich an der Rezeption im Spa-Bereich und fragte an, ob ich beim Oli wieder eine Massage am letzten Landtag bekommen kann. Und siehe da, es hat sogar geklappt. Schließlich zog ich mich an und um für den Ausflug. Heute ging es als erstes zur Skisprung-Schanze am Holmenkollen-Schanze. Direkt dort vor Ort befindet sich auch die Biathlon- und Langlauf-Loipe. Direkt mit inbegriffen war auch ein kleines Ski-Museum, auch mit interaktiven Dingen zum Beispiel auch für Kinder. Aber zuerst ging es hoch hinaus auf die Schanze. Ich finde, wer dort hinab springt, ist ziemlich lebensmüde. Aber gut, es ist eben ein Sport. Die Schanze selbst wurde bisher insgesamt 5x seit 1892 umgebaut. Ein Stahlgerüst, welches so in den Himmel hineinragt. Ganz oben, und wir hatten mal richtig Glück mit dem Wetter, konnte man sich einen guten Überblick über Oslo verschaffen. Ein herrlicher Ausblick. Kurz zuvor, als wir mit dem Bus losfuhren, gab es nämlich noch Schneeregen. Das heißt, man hätte auch nichts sehen können. Die Schanze selbst befindet sich auf einer Höhe von 375m über NN, dann ging es noch einmal mit einem ruckligen Fahrstuhl 64m höher. Bilder zeigen am Ende ja nur einen Bruchteil dessen, welches Feeling da wirklich hinter steckt. Man muss es eben einfach erlebt haben. Souvenirs wurden auch gebunkert.

Im Anschluss ging es noch ans andere Ende der Stadt in den Ekebergpark. Unser Guide konnte wieder sehr gut deutsch und erzählte uns so einiges. Oslo hat aktuell 720.000 Einwohner. Im letzten Jahr sind Netto 12.000 dazu gekommen als Zuwanderung. Aber kaum Fremde, sondern eher aus dem Landesinneren. Norwegen selbst hat auf etwa gleich großer Fläche wie Deutschland nur eine Einwohnerzahl von 5,6 Mio. In Oslo und Umgebung wohnen etwa 1,2 Mio. Da kann man sich vorstellen, was da draußen im Land noch wohnt, wenn man überlegt, wieviel Küstenstädte sie am Ende haben. Und Oslo wächst und wächst weiter, weil es eben hier die meisten Jobs gibt. Eine Arbeitslosenquote von 2,5% gibt es hier und Renteneintrittsalter ist auch hier 67, evtl. auch 62, aber tatsächlich in manchen Berufen fragen sie ihre Beschäftigen, ob sie auch bis 70 gehen würden. Also sind wir nicht das einzige Land. Und es funktioniert ja. Aber ja, dank des Erdöls ist dieses Land eben schuldenfrei und finanziert Dinge aus 3% der Zinsen des Erdöl Fonds. Da dümpelt so viel Investitionsgeld für die Zukunft auf den Banken herum. Elektrische Mobilität beträgt hier etwa 70% und in Oslo führen die Hauptstraßen durch Tunnel, sodass sich oberhalb der Tunnel Wohngebiete entwickeln können und der Verkehr von täglich 120.000 Fahrzeugen aus der Stadt halbwegs gehalten wird.

Aber weiter zum Ekebergpark. Ein Skulpturenpark mit Phantasie. Aber zum Teil anmutig, zum Teil witzig, aber wir haben leider nicht alle 57 besichtigen können. Dafür war die Zeit zu knapp. Einige waren von Pipilotti Rist. Eine Künstlerin, die echt Eindruck verschafft mit ihren Werken. Aber es gibt in diesem Park noch viele andere Künstler zu bestaunen. Ein recht großer Park, der sicher auch in den Sommermonaten ein Hingucker ist. Aber Vorsicht, es ist ordentlich mit Anstiegen verbunden. Aber bei so viel Schnee war es einfach zu verlockend, sich das mit anzuschauen. Denn einige Teilnehmer blieben unten stehen. Auf der Rücktour zum Schiff lernten wir im Tunnel noch den tiefsten Punkt Oslos kennen. 45m unter NN. Da gab es doch ziemlich viele Höhenunterschiede zu erleben.

Alles in allem war es ein gelungener Ausflug. Zurück am Schiff habe ich dann ein wenig entspannt und 19 Uhr ging es wieder zur Massage. Bei der heutigen Dame konnte ich das erste Mal richtig genial abschalten, weil es so richtig fließende Übergänge waren. Mein Nacken und Rücken waren zwar vom Vortag von Oli noch ein bisschen leiden, aber sie hat das echt klasse gemacht.

Im Anschluss ging es direkt in die 18. Etage ins Winter Wonderland, denn die Mädels haben eine Gondel zum Abendessen reserviert. Es gab eine rustikale Brotzeit mit Wurst- und Käseplatte und noch Quarkbällchen. Tolle Idee war das.

Spontan am Abend hatte ich noch gesehen, dass Late Night Bingo ist. Na ja, Scheine hatte ich geholt und mich dann zur AIDA Show gesellt, weil danach direkt das Bingo losgehen sollte. Im Jackpot waren dieses Mal 7000€. Dieser wurde jedoch wieder nicht ausgespielt und es ging um den Tagespreis. Darüber wurde dann kurze Zeit später bei einer Familie gejubelt. Der Tagessatz betrug 3100€. Also am Ende auch keine schlechte Summe. Ich ging kurze Zeit später auf meine Kabine und schreibe nun noch diese letzten Zeilen. Vermutlich kann ich den Beitrag aber erst am nächsten Tag absenden, denn maritimes Netz vom Satelliten möchte ich mir nicht klauen. Das wird zu teuer.

Somit folgen nun noch Tageseindrücke von heute und ich wünsche euch einen schönen Tag.

Die Holmenkollen-Schanze
Von oben
Guten Rutsch
Die AIDA im Hafen
Hinten ein kleiner Schimmer von Sonne
Schießstand fürs Biathlon
Die Schanze von unten
Ein Gymnasium nahe des Ekebergpark
Kunst geht los
Blick Richtung AIDA
Anmutige Kunst: Licht (28h Durchlauf) und Musik (25h Durchlauf)
Sporvreien
Ein Teil Oslos bei Nacht

First Response im Oslo-Fjord

Guten Abend ihr Lieben.

Oh, es ist schon wieder recht spät, aber das ist gar nicht schlimm. Denn es war wieder ein erlebnisreicher Tag.

Wir waren wohl gegen 7 Uhr in den Oslo-Fjord eingefahren und kurz vor 8 Uhr wurde der Großteil des Schiffes gaaaanz unsanft geweckt mit einem First Response Alarm im Spa-Bereich. Da standen dann wohl einige im Bett, wenn eine laute Durchsage in die Kabine kommt und noch dazu zwei längere Pieptöne. Es blieb spannend, denn die Aufmerksamkeit war ja da. Der Staff Kapitän gab dann aber wenige Minuten später Entwarnung, wobei es wirklich eine ordentliche Rauchentwicklung im Sauna-Bereich gab.

So, da alle wach waren, ging es dann nach dem Frisch machen 9:30 Uhr zum Frühstück. Der Fjord zeigte sich dabei bereits in voller Schönheit. Einfach immer und immer wieder wundervoll. Nach dem Frühstück hatten wir uns für 13 Uhr bei mir auf der Kabine zum Einlaufen verabredet. So hatte jeder noch etwas Zeit für sich und ich beobachtete die Weiterfahrt im Fjord vom Balkon aus. Dicke Jacke an, Decke über die Beine und einen warmen Tee, besser geht es doch gar nicht.

13 Uhr war es dann tatsächlich schon echt knapp, da das Schiff schon so gut wie im Hafen lag. Es fehlten nur noch wenige Meter. So haben wir noch ein bisschen gequasselt und etwas später noch die Menschenmassen von Bord gehend beobachtet und Fotos gemacht. Im Übrigen fing es kurz nach dem Anlegen massiv mit Schneien an. Das ist vermutlich das, was in Deutschland als Regen kam. Danke, dass ihr uns noch etwas übrig gelassen habt.

Ich habe dann die Mädels irgendwann rausgeschmissen, weil mein Ausflug 15:15 Uhr beginnen sollte. Also hieß es noch umziehen, Winterschuhe an und los ging es zur Pier. Eine österreichische Reiseleiterin in Norwegen. International unterwegs. Immer. So hatten wir also wieder einmal Glück mit einem deutschsprachigen Ausflug. Zuerst gab es so einige Dinge im Schneegestöber zu bestaunen und auch tolle Erklärungen. Der Lektor auf dem Schiff beispielsweise erzählte bereits bei der Durchfahrt der engsten Stelle des Fjord die Geschichte von 1940 von der Büchner. Der Anker des Schiffes befindet sich in der Nähe des Hafens. Hochinteressante Geschichte, weil sich die Deutschen ein wenig selbst geschadet haben, weil sie mit in Deutschland hergestellten Waffen gestellt wurden.

Weiter ging es über das Nationalmuseum zum Rathaus der Stadt, wo immer am 10. Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird. Oslo hat nahe der Einkaufspassagen Fußbodenheizung im Winter. So hat man zum Teil eis- und schneefreie Wege. Bezahlt wird das von den Steuergeldern. Norwegen ist ähnlich wie wir mit gewissen Sozialabgaben. Hochinteressant. Aber: sie sind ein schuldenfreies Land und leben quasi von etwa 3% des Erdölfonds. Der Rest des Geldes wird auf die Banken hin und her geschoben. Und unsere nette Reiseleiterin betonte auch noch einmal, dass alles Unfrieden auf der Welt den Ressourcen geschuldet ist, vor allem diesem Erdöl. Und mit dem Punkt hat sie wohl vollkommen recht, wenn ich so die Diskussion von Trump und dem Thema Grönland höre.

Norwegen fand damals. Eine Ader für das wundervolle Erdöl und seither wissen sie, was sie haben. Sie akzeptieren auch die Königsfamilie als Institution und das Parlament. Und so ist in der Innenstadt auch auf der einen Seite das Parlament und in gleicher Verbindung leicht höher stehend das königliche Gebäude. Und in den anderen beiden Richtungen hat man einen Teil der Universität als Wissenschaftseinrichtung und auf der anderen Seite das Nationaltheater für die Kultur. Dieses Zentrum ist ausgeklügelt entstanden und es ist hochinteressant. Nur den Schriftsteller Ibsen kannte keiner von unserer Gruppe.

Jedenfalls ging es nach diesen spannenden Fakten weiter in das Paradox-Museum. Physikalische Gesetze scheinbar ausgesetzt furch einfache optische Täuschungen. So etwas fasziniert mich ja wahnsinnig. Da ging es auch nicht ohne Souvenir heraus.

Da es hier oben in der Jahreszeit ja doch schnell dunkel wird, wirkte die Stadt mit dem Weiß und dem vielen Licht echt schön. Vor allem der im Hafen stehende künstliche Lichtbaum, der übrigens von einer Alkohol produzierenden Firma gesponsert wurde. Na ja, Alkohol ist hier halt auch echt teuer.

Alles in allem ein gelungener Ausflug. 1€ sind aktuell im Kurs etwa 12 Norwegische Kronen. Also Schnapper gemacht.

Zurück auf dem Schiff hab ich mich dann mit den Mädels zum Abendessen verabredet, bevor es 21 Uhr zur Massage ging. Diese hatte mich mal richtig fasziniert, denn es war ein deutscher Physiotherapeut am Werk. Und so konnten wir uns echt klasse unterhalten und na ja, so einige Blockaden lösen. Aktuell merke ich zumindest diese crazy Druckpunkte. Vielleicht habe ich das Glück und ich kann ihn für Donnerstag noch einmal reservieren, den Oli. Die Mädels dort im Spa-Bereich haben, keine Frage, auch ein gutes Händchen, aber das war eben echt Physiotherapie. Das macht einen Unterschied. Danke dafür.

Im Anschluss ging es an unsere Stamm-Bar und kurze Zeit später zur Silent-Party, wo zumindest Doris und ich noch gut abgefeiert haben bis kurz vor Mitternacht. Überraschenderweise gab es kurz auch noch einen erschreckenden Moment mit der nächsten First Response Meldung. Alle Feiernden wurden ganz still und es wirkte beinahe unheimlich. Auch dieses Mal kam schnelle Entwarnung und Erklärung, dass es noch eine Rauchmeldung gab. Und nun sitze ich mit dicker Jacke und eingemummelt in einer Decke auf dem Balkon und schreibe diese letzten Zeilen für heute bzw. gestern. Ein paar Eindrücke gibt es folgend wieder als Bilder und Videos. Wir drei Mädels haben uns jetzt auch die drei Polarlichter genannt. So viel, wie wir heute gelacht haben, leuchten wir wohl noch eine Weile. 🙂

Aber seht gleich selbst. In diesem Sinne eine gute Nacht und bis heute bzw. morgen.

Nachtrag: Auch hier in Norwegen merkt man den Klimawandel. Sie hatten im letzten Jahr das erste Mal graue Weihnachten und der Schnee kam erst in diesem Jahr, also so quasi mit unserer Reise. Sonst hatten sie bisher immer weiße Weihnachten.

Da war der Fjord noch sehr weit.
Hier schon etwas enger und mit leichtem Nebel.
Die berühmte Engstelle nahe Drøbak
Angekommen im Hafen von Oslo
Die Festung im Hintergrund
Das Parlamentsgebäude
Im Hintergrund oben der Sitz der Königsfamilie

Eindrücke aus dem Paradox-Museum

Das Rathaus
Ach ja, die Norweger werden ja auf Skiern geboren. Man betrachte das Bild genauer.
Wohnhäuser direkt an unserem Schiff
Des gesponserte Baum
Unser schwimmender Koloss in voller Winterpracht
Auf der Silent-Party

Kopenhagen

Guten Abend oder wohl passender guten Morgen.

Was für ein Tag, der jetzt erst wieder kurz vor 1 Uhr endet. Dabei mach ich keine Party unbedingt. Ich genieße lediglich das, was mich interessiert.

Gestartet in den Tag wurde erst einmal ganz entspannt. Halb 9 munter geworden und schon etwas Land gesehen. Dänemark mit der Hauptstadt war unser Ziel. Hier war ich tatsächlich erst vor 1 1/2 Jahren, 2024. Dennoch wieder andere schöne Dinge erlebt. Wir Mädels trafen uns 10 Uhr zum Frühstück. Die beiden gingen im Anschluss individuell von Bord, ich hatte einen Ausflug im petto, der etwas später los ging. So hatte ich noch etwas Zeit und ruhte noch ein wenig in der Kabine. Leider kickt die Erkältung gerade noch einmal massiv. Ich dachte, ich wäre am Anreisetag schon durch gewesen. Falsch gedacht!

Tja, der Hafen war jetzt leider nicht sonderlich schön wie 2024, aber die großen Kutter müssen halt im Industriehafen anlegen. Ist halt ein bissl zu groß. Aber es gab ja genügend Busse für die tausenden Passagiere. Klingt immer wieder krass… Also ja, du merkst jetzt im Winter, dass es drin schon etwas mehr los ist, trotzdem verteilt sich die Menschenmenge noch. Sehr erstaunlich.

Ich hatte die Anlieger-Seite und schaute somit auf einen riesigen Sandhaufen mit etwas Schnee. Joar, da hab ich mich dann doch auf meinen Landausflug gefreut.

Es ging mit dem Bus und einer echt gut deutsch sprechenden Reiseleiterin durch die kleine Hauptstadt Dänemarks. Sehenswürdigkeiten wurden gezeigt. Kopenhagen bedeutet übrigens Hafen der Kaufmänner. Es war früher eine der wichtigsten Hafenstädte. Heute hat sie 1,6 Mio. Einwohner. Schon grundsätzlich echt klein. Aber trotzdem schön mit ihrem architektonischen Bauweisen in den verschiedenen Stadtteilen.

Weiter ging es dann zum Blauen Planeten, einen riesigen Aquarium mit verschiedenen Aufteilungen. Super interessant anzusehen und es gab sogar eine begehbare Tropeninsel wie im Leipziger Zoo. Nur minimal kleiner. 🙂

Wir durften uns dort zwei Stunden aufhalten und das hat auch fürs entspannte Durchschauen gerade so gereicht. Es gab auch eine Fütterung von Rochen und verschiedene Stationen, wo du Fische oder Korallen berühren konntest und die Testung dieser so genannten Knabberfische. Spannend!

Zur Rücktour fuhren wir am ältesten Freizeitpark Europas vorbei. Dem Tivoli. Leider war es zu dunkel, um gut etwas sehen zu können aus dem Bus heraus, aber trotzdem wirkte es echt cool. Zurück am Schiff war dann ein kurzer Kabinenbesuch angesagt und ich schaute mir auf dem Balkon das Auslaufen an. Die Kraft des Motors ist der Wahnsinn. Das Heck war dabei schneller weg als der Bug. Im Anschluss ging es zum kurzen Bartreff und Abendessen mit den Mädels. Ich hatte da doch tatsächlich etwas Zeitdruck, denn der zweite Massage-Termin stand bevor. Entspannung pur bei einer anderen Dame im Vergleich zum ersten Mal. Und so hat jeder auch seine eigenen Techniken.

Die Mädels saßen wieder an unserer Stamm-Bar mit den witzigen Barkeepern. So macht Humor Spaß. Die AIDA-Show lief nebenher und wir quatschten noch ein wenig. Aber die Müdigkeit war dann irgendwie doch größer geworden bei den beiden. Ich hingegen entschied mich noch, 22:30 Uhr ins Kino zu gehen. Der Titel des Films hatte es mir irgendwie angetan. Der Buchspazierer

Der Film mit Christoph Maria Herbst hatte mich voll in den Bann gezogen. Der ist so wunderschön. Kann ich gern weiter empfehlen. Und so ging ich im Anschluss auf meine Kabine zurück, schnappte noch etwas frische Luft auf dem Balkon und es überrumpelten mich noch einmal alle Gefühle, die ich in letzter Zeit nicht so zeigen konnte. Manchmal ist es diese Entschleunigung und Entspannung und das Abschalten, was uns mal wieder zeigt, wo wir wirklich gerade stehen. Manchmal braucht es einfach solche Momente auch für sich.

Und so endet ein Tag im nächsten. Bilder kommen eventuell etwas später, wenn wir nahe der norwegischen Küste kommen. Die haben nämlich ein gut weitreichendes Netz. Zuvor wird nunmehr geschlafen und ich wünsche euch eine gute Nacht.

Bis dahin!

Sonnenaufgang kurz vor Kopenhagen
Der „hübsche“ Industriehafen von Kopenhagen
Die kleine Meerjungfrau
Im Hintergrund unser Schiff
Der unscheinbare Blaue Planet
Abfahrt
Das Kino

Verdrängt oder vergessen?

Guten Abend ihr Lieben.

Ruck zuck ist der erste volle Tag auf AIDA schon wieder vorbei. Es gab wieder einige Erlebnisse, aber dennoch war es etwas ruhiger.

Vorab jedoch möchte ich noch etwas anmerken. Gestern war Spikes Jahrestag. Wahnsinn, ein Jahr schon ohne ihn. Ob ich den Tag für mich bewusst so gewählt habe und es mit Vergessen oder Verdrängen zutun hat, lässt sich hier und heute schnell beantworten…

Vergessen? Nein.

Verdrängt? Vielleicht.

Urlaub bewusst gewählt? Zu Beginn würde ich eher behaupten nein, jetzt sage ich ja.

Interessante Fakten, wenn man das so sieht. Aber allein schon, dass ich gestern auch den gleichen Pullover trug wie ein Jahr zuvor, war für mich ein kleines Zeichen. Unbewusstes bewusst machen. Es bee mich immer wieder und zeigt mir, dass es auch noch immer schmerzt.

Dennoch ist der Urlaub gerade etwas, was mir Gutes tut, auch wenn ich ne leichte Erkältung habe seit einigen Tagen.

Heute war Seetag, also alle Passagiere auf dem Schiff. Die AIDAnova ist ja die größte in der Flotte und da ist auch ziemlich was los. Ich habe trotzdem bis kurz vor 10 Uhr geschlafen, was ich auch brauchte. Leider hatte ich am Abend mein Schild nicht rausgehangen, sodass ich mit einem Klopfen geweckt wurde. Eigene Dummheit. Heute hängt es übrigens draußen. 🙂

So habe ich mich gemütlich fertig gemacht, Frühstück fiel für mich flach und ich ging ein wenig das Schiff erkunden. 13 Uhr war dann Treffpunkt zum Mittagessen im Casa Nova mit den Mädels. Gute Küche und liebevolle Gestaltung des Essens. Aber keine Sorge, es gibt keine Fotos vom Essen selbst. Auch wenn sich wohl manche dies gern gewünscht hätten.

Im Anschluss ging es noch ein wenig Herumschlendern und dann hieß es, Treffpunkt Deck 6 (von insgesamt 18) im Theatrium für BINGO. Seetag ist immer ein BINGO-Tag. Da ging es wieder mal los, die Stempelei. Ich liebe es ja, weil es wirklich ein Zufallsspiel ist. Und was soll ich sagen, ich habe nicht gewonnen. Der Jackpot war ursprünglich ausgelegt für 6000€, wurde aber zu Beginn der Show auf 8000€ hochdatiert. Der blieb auch so. Nach den gewissen Zahlen ging es weiter und eine Dame rief dann baldmöglichst BINGO. Die Summe, die sie gewann, betrug 5400€. Da kann man sich im Kopf vorstellen, wie viele Menschen an diesem Spiel teilgenommen haben. Der absolute Wahnsinn!!! Aber so ist das mit dem Glücksspiel. Alles nicht schlimm, denn es macht auch einfach dieses Mitmachen Spaß.

Im Anschluss ging es mal an die frische Luft nach oben für die Lichtershow. Sie war okay, aber nicht berauschend. Zumal es nur 5-10 Minuten gedauert hat. Aber bei der Eiseskälte auch voll in Ordnung. Eine heiße Schokolade gab es noch draußen und dann ging es wieder ins Warme und kurz darauf zum Abendessen im Brauhaus.

Am Abend lief dann noch eine schöne musikalische Show und wir hatten noch nette Unterhaltungen. Und so verging die Zeit wie im Fluge.

Nun sitze ich hier noch gemütlich auf meiner Couch in der Kabine und schreibe die letzten Worte, bevor auch ich schlafen gehe. Es war dann doch trotzdem ein langer Tag und ich wünsche euch eine gute Nacht.

Bis heute/morgen.

Nicht von mir, aber trotzdem wundervoll und von gestern Morgen.
Es zog sich etwas zu später
Die edle Rossini-Bar
Zwischendurch einfach mal 10 Minuten auf dem eigenen Balkon entspannen. Man lausche Wind und Wasser
Kein Polarlicht, aber ordentlich Lichtverschmutzung von Göteborg

Bahn lässt grüßen

Guten Abend ihr Lieben.

Heute geht es mal wieder los auf Reisen. Dieses Mal ganz ohne Hund. So allmählich wird es Tradition, dass ich alle zwei Jahre eine Kreuzfahrt mache für mich allein. Auch dieses Mal bin ich wieder mit der AIDA-Flotte unterwegs. Die Prinzessin lässt sich derweil verwöhnen.

Ja, so spontan hab ich wohl noch nie Urlaub gebucht. Zwischen den Feiertagen kam der Entschluss und zack, nun sind wir schon auf dem Wasser unterwegs. Nach dem Jahresabschluss musste ich einfach raus an die frische Luft. Und so bat sich beim Telefonat mit Doris die Gelegenheit, das anzusprechen und zu buchen. Sie und Silke, beide bei der Kreuzfahrt 2022 mit kennengelernt, wir sind wieder gemeinsam on tour. Mit vielleicht leicht veränderten Präferenzen. Was aber gar nicht schlimm ist.

Wo wir unterwegs sind? Von Hamburg geht es nach Kopenhagen, Oslo und Kristiansand wieder zurück. Also grundsätzlich eine recht kleine nördliche Tour, aber einfach auch zum Abschalten. Alle drei Orte durfte ich bereits mal kennenlernen in anderen Fahrten.

Die Anreise nach Hamburg von mir aus war ziemlich wild. Die Prinzessin ging Donnerstagabend schon auf Urlaub und so hatte ich zwei echt unruhige Nächte. Die erste wegen des fehlenden Hundes, die zweite wohl eher, weil ich nicht so richtig wusste, wie ich bzw. mit was ich fahre. Geplant und gebucht waren tatsächlich Zugtickets, aber ausgerechnet am Freitag und Samstag herrschte ja Schneechaos in Deutschland. Dabei ist das doch so schön. Der Verein der Deutschen Bahn war jedoch etwas überfordert. Gegen 2 Uhr nachts wurde meine geplante Linie abgesagt, aber auch noch 4 weitere von insgesamt 6, die ich mir am Abend zuvor noch herausgesucht habe. Und so kam es, wie es kam. Ich nahm das wertvolle Allrad-Fahrzeug. 5:30 Uhr ging es los durchs Schneegestöber. Bei uns schneite es doch noch ganz schön zeitweise. Unterwegs wurden die Straßen zunehmend besser. Am Ende erreichte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 70km/h und bin sicher in Hamburg angekommen 12 Uhr. Parken geht fast günstig am P&R Parkplatz und von dort aus schnell mal ein Hansa-Taxi gerufen.

Der Taxifahrer hat sich einen schönen Reibach gemacht mit der Tour, die nur 25 Minuten etwa ging. Denn ich habe den vollen Preis bezahlt und die beiden noch spontanen Mitfahrer, die auch zum Schiff wollten, haben auch jeweils noch einen 10er abgedrückt. Etwas dreist, aber gut, bei dem Wetter ist er zumindest crazy Abkürzungen gefahren.

Am Cruise Center angekommen, konnte ich gleich einchecken. Das ging auch alles zügig, unkompliziert und massiv digital ohne viel Papier. Und nun war ich angekommen. Überfallen wurde ich gleich an der Bar von Doris und Silke war wenige Minuten später auch mit dort. Ein schönes Wiedersehen. Wir haben hier und da etwas rumgeschaut und hatten uns für 18 Uhr in der Oceans Bar verabredet. Bis dato musste ja noch die digitale Übung inklusive Schwimmweste anlegen erledigt werden und den Koffer konnte ich auch schon auspacken. Dann hieß es mal ein Stündchen die Beine hoch. Heftiger Tag, die Fahrt schlauchte ganz schön, aber auch alles Drumherum.

In der Oceans Bar gab es abends a la carte Essen für all in und es war echt Extraklasse. Tolle Ideen waren das.

Kurz vor 20 Uhr dampfte ich ab zur ersten von fünf gebuchten Massagen. Das brauche ich gerade einfach, dieses Verwöhnprogramm. Außerdem gibt es wieder tolle Ausflüge zu erleben. Hauptsache raus und was sehen.

Und so endete dieser Abend noch mit einem Getränk an der Bar und einem kurzen Besuch bei der Schlagerparty und bin völlig im Eimer für diesen Tag. Morgen ist Seetang, also ausschlafen und dann schauen wir mal, was uns so geboten wird. Heute hieß es eine Stunde später als geplant „Auf Wiedersehen Hamburg“.

Und so sage ich nun auch gute Nacht. Lest gern weiter rein und lächelt.

Bis dahin!

Schnee zu Hause
Also da kann sich die Bahn ne Scheibe abschneiden.
Welcome AIDAnova
Hallo Hamburg!
Sonnenuntergang
Tschüß Hamburg

Das kleine Herz sucht Wärme

Der letzte Tag des Jahres 2025 läuft davon. Drei Kreuze, dass es so gut wie zu Ende ist. Viel erlebt, beruflich wie privat einige Dinge, die echt schmerzten. Aber trotzdem auch so viel Positives. Neue Bekanntschaften geschlossen, andere, die am Ende nicht passten, wieder abflauen lassen.

So endet ein Jahr, was mir zeigte, wo ich weiterhin dran arbeiten muss und was ich bereits erreicht habe. Es beeindruckt mich immer und immer wieder, was wir als Menschen alles „aushalten“ können. Wie wir gerade auch das Umfeld beeinflussen können bzw. was Kommunikation grundsätzlich mit uns macht. Offen miteinander umgehen und zeigen, was man kann ohne direkt anzugeben. Motivieren, sich zu verändern. Zeigen, dass Veränderung bei einem Selbst beginnt, weil die Einstellung Sichtweisen ändert.

Fakt ist doch, dass man Triggerpunkte erkennen sollte, die in einem Gefühle zeigen lassen, die unangenehm sind. Und hier setzt die Änderung an, denn das Erkennen und daran Arbeiten ist der entscheidende Faktor. Leider bleibt diese Erkenntnis vielen verwehrt. Warum? –> weil die Erfahrung fehlt ins eigene Ich hinein, Lebenserfahrung.

In meinem Umfeld gibt es Menschen, die mich direkt und offen fragen, wenn ich selbst zweifle. Manchmal knallhart, manchmal auf Umwegen. Aber genau diese Fragen sind es, die die Schwachstellen offenlegen und mir zeigen, woran es mir noch fehlt. Fehlen ist vielleicht das falsche Wort… Suchen trifft es auch nicht… Es benötigt einfach ein Fünkchen Glück. Denn suchen bringt nichts, wenn man selbst noch nicht im Kopf erfüllt und frei ist. Und da habe ich meinen Knackpunkt noch einmal gefunden. Diese Erkenntnis ist mehr Wert als alles andere, aber ich muss damit umzugehen wissen. Aktuell tatsächlich noch ein kleiner wunder Punkt. Da helfen mir aber die Gespräche mit meinem wichtigen Umfeld und kleine Hinweise für den richtigen Weg.

So kann 2026 nur ein besseres Jahr werden, weil ich vieles an Erfahrung sammeln konnte in 2025. Und wer weiß, vielleicht kommt das Fünkchen Glück mit einer Weisheit um die Ecke und schenkt mir den inneren Abschluss des Pakets, welches tief im Keller immer mal noch einen Schwelbrand entfacht. Vielleicht ist es das Jahr… Die Zeit, die es nicht wirklich gibt, wird es zeigen.

Und so wünsche ich euch einen friedlichen Übergang ins neue Jahr namens 2026 und hoffe, dass auch ihr euer Innerstes findet mit den richtigen Menschen in eurem Umfeld. Manchmal ist es eine einfache Frage zum richtigen Weg.

Die Uhr tickt

Zeit, was zur Hölle ist Zeit? Sie ist relativ, wie ich immer und immer wieder sage. Es ist diese, die du selbst hast. Deine Zeit. Dein Leben. Deine Lebenszeit. Die Uhr tickt.

Zeit für standardisierte Verfahren. Warum? Individualität zählt. Zumindest bei uns Menschen. Nicht bei Maschinen. Also individualisiertes Handeln, immer. In unserem Job. Die Uhr tickt.

Oft in diesem Jahr hörten Herzen auf zu schlagen, welch Gründe auch immer. Mal gewünscht, mal nicht. Aber: Die Uhr tickt weiter.

Schicksale lerne ich kennen, versuche die Geschichten zu verstehen und schaue auf das, was man erreichen könnte. Individuelle Betreuung. Mit Herzblut. Mit Zeit. Papier kann warten. Und die Uhr tickt.

Mein Kopf aber tickt eine andere Zeit, meine eigene Lebenszeit. Erfahrungsaustausch. Fachexpertise, spannende Zusammenarbeit interprofessionell. Und so müssen wir uns alle betrachten. Als Individuum. Jeder tickt anders. Die Uhr tickt nur.

Schnittstelle für alles, manchmal Prellbock, manchmal Schulter zum Anlehnen, Zuhören, Dasein, Berühren, auch Fühlen. Aber eben auch Tätigkeiten wie Grundpflege, Behandlungspflege, professionelle Umsetzung von Standards, und trotzdem zählt die Individualität. Ich kann nichts erzwingen. Ich kann vielleicht überzeugen, kommunizieren, verstehen. Und die Uhr tickt.

Tag um Tag ist es eine Herausforderung. Ich mag es, auch wenn es harte Momente gibt. Die Uhr tickt weiter.

Diese genannten Momente stehen in Verbindung mit Erfahrungen bei sich selbst. Oder die, die man erst noch sammeln muss. Wir werden reifer, älter und die Uhr tickt.

Ein hartes, reich an Erfahrungen gelebtes Jahr neigt sich dem Ende und die Persönlichkeit ist wieder ein Stück gewachsen, auch wenn die Schicksale in Erinnerung bleiben. Jedes Einzelne. Aber es ist okay. Solange ich es kommunizieren kann. Schauen wir positiv nach vorn und tragen Momente des warmen Herzens, des wärmenden Gefühl, welches man mit jeder einzelnen Situation macht, weiter. Das Jahr endet bald, das Leben geht weiter und die Uhr tickt auch nächstes Jahr weiter.

Die Uhr tickt: tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack.

Lebt euer Leben! Arbeitet nicht für irgendwen, arbeitet für euch! Macht das, wo ihr euch wohl fühlt, womit ihr zufrieden seid! Glück ist wie Zeit relativ. Zufriedenheit ist der Wert, der Mehrwert des Lebens. Und die Uhr tickt einfach weiter.

Danke für dieses Jahr an die wahren Freundschaften im Leben und an die Menschen, die man auch mal von anderen Seiten kennenlernen durfte.

Ich wünsche all den Menschen, die dies hier lesen, besinnliche Momente, keine Zeit. Das Leben ist viel zu kurz, um nur negativ zu denken.

Bis demnächst in diesem Lebensmoment.